Grundlegendes

Hochsensibel zu sein – das bedeutet, zu den ca. 20% der Menschen zu gehören, die mit einem besonders feinen Wahrnehmungs- und Verarbeitungssystem auf die Welt kommen. Hochsensible Menschen nehmen nachweislich viel mehr Reize aus ihrer Umgebung auf als andere. Sie spüren meist deutlich die Atmosphäre im Raum und die Stimmungslage anderer Menschen. Das Leiden anderer geht ihnen nah. So kommt es, dass sie auch immer wieder erschöpft sind, ohne genau sagen zu können, wieso.

Viele kennen solche Sätze aus ihrer Kindheit: „Bist du aber wieder empfindlich!“ „Du hörst ja die Flöhe husten!“ „Nun stell dich mal nicht so an!“  „Ah, die Prinzessin auf der Erbse!“

Manchmal hätten wir gerne eine „dickeres Fell“. Wir möchten uns leichter abgrenzen können, entspannen und einfach abschalten. Wir hätten gerne mehr Pausen. Und die brauchen wir auch tatsächlich, um all das zu „verdauen“, was wir aufgenommen haben. Wir brauchen Zeit und Ruhe, um uns wieder auf uns selbst zu besinnen und neue Kraft zu schöpfen – vielleicht aus der Stille, vielleicht aus der Natur…

Mit dieser uns eigenen Wesensart so umzugehen, dass wir uns wohl fühlen in unserer Haut – das können wir lernen. Es tut gut zu erleben, dass es anderen Menschen ähnlich ergeht. Uns selbst besser zu verstehen, das ist oft schon die halbe Miete! Manchmal braucht es auch die Unterstützung von außen, um uns so anzunehmen und wertzuschätzen, wie wir sind. Es gibt Mittel und Wege, uns das Leben zu erleichtern und zu verschönern.

So können wir die Hochsensibilität als eine wertvolle Gabe entdecken.

Wenn wir erkennen, dass unser Kind hochsensibel ist, können wir ihm über unser einfühlsames Verstehen viel Leid ersparen!

Übrigens: Es gibt genauso viele hochsensible Männer wie Frauen.